Florenz - Habsburg und die Schöne am Arno

Erstaustrahlung 31.1.2022, 20.15 Uhr 3sat



Format
Dokumentation, 52 min, 2021
Produktion
GS-Film, ORF/3sat
Buch und Regie
Björn Kölz und Gernot Stadler
Kamera
Gernot Stadler
Produktionsleitung
Monika Orsini-Rosenberg
Vertrieb
ORF Enterprise
Story

Wer an Florenz und die Toskana denkt, denkt wohl kaum zuerst an die Habsburger. Und
dennoch hat Europas einst mächtigstes Herrscherhaus auch die Geschicke der Toskana
etwas mehr als ein Jahrhundert lang maßgeblich mitbestimmt. Der Film widmet sich dieser Zeit zwischen der ersten Hälfte des 18. und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und begibt auf die Suche nach den Spuren, die die Habsburger in der Toskana, vor allem aber in Florenz hinterlassen haben.

Begründet wurde die toskanische Linie des Hauses Habsburg-Lothringen durch Franz Stephan von Lothringen und seiner Frau Maria Theresia von Österreich.

An ihren Einzug in Florenz erinnert noch heute ein mächtiger Triumphbogen. Franz Stephan ließ das Großherzogtum durch Statthalter verwalten, die mit ihm aus Lothringen in die Toskana kamen.

Auch die Vorfahren von Alessandro Francois ließen sich aus Loyalität zum Kaiserhaus 1740 in der Toskana nieder. Seit dem späten 19. Jahrhundert widmet sich die Familie dem Weinbau in der Region Chianti rund um das Schloss Castello di Querceto. Alessandro Francois führt Regisseur Gernot Stadler durch seine Weingärten und berichtet von der Zeit, als seine Vorfahren treue Diener der Großherzöge waren.

In den Hügeln oberhalb der Stadt – in der Villa La Petraia – treffen wir Theresa Meran, die der toskanischen Linie der Habsburger entstammt. Sie erzählt von den unbeschwerten Kindheitstagen, die ihr Vorfahre Erzherzog Johann hier verbracht hat.

Die Adelige stellt uns Sileno Cheloni vor. In seinem mystischen Laboratorium werden alte Parfums kreiert. Er ist ein “Maestro del Profumo”, ein “Meister der Düfte”.

Graf Vieri Torrigiani kümmert sich liebevoll um den größten privaten Stadtgarten Europas, den seine Vorfahren innerhalb der Stadtmauern von Florenz anlegen ließen. Die Torrigiani sind alter Florentiner Adel und haben die Geschicke der Stadt über die letzten Jahrhunderte mitbestimmt.

Das älteste Kaffeehaus der Stadt ist das Caffé Gilli. 1733 gegründet, etablierte es sich bald als ein Treffpunkt für Aristokraten, Intellektuelle und Künstler.
Das “Gilli” gilt heute als das eleganteste Café in Florenz. Die Spezialitäten an Konditorwaren und Pralinen wie auch die Auswahl diversester Kaffeesorten ist selbst für Florenz einzigartig.