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Jedes Jahr wird in Kärnten der Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 gedacht, bei der sich 59 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung für
einen Verbleib der großteils slowenischsprachigen Abstimmungszone A bei Österreich entschieden haben. Das Votum wird von Historikern als
Bekenntnis zur Landeseinheit und zur jungen Republik Österreich gewertet. Der Fall Kärnten war gleichzeitig auch eines der wenigen Beispiele, wo nach dem Ersten Weltkrieg das vom amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson proklamierte „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ zur Anwendung kam. Dem Plebiszit war eine militärische Auseinandersetzung mit südslawischen SHS-Truppen vorangegangen, die weite Teile Südkärntens besetzt hatten. Der sogenannte Abwehrkampf wiederum führte zur Einsetzung der alliierten Miles-Kommission, welche die strittigen Gebiete bereiste, um sich ein Bild von der ethnischen Zusammensetzung und der Stimmung in der Bevölkerung zu machen. Auf der
Friedenskonferenz in Paris haben die Alliierten Kärnten schließlich eine Volksabstimmung über die staatliche Zugehörigkeit der strittigen Gebiete zugestanden. Der Film zeichnet die Ereignisse der Jahre 1918 bis 1920 nach und zeigt wie entschiedenes politisches und diplomatisches Vorgehen schließlich die historische Landeseinheit
bewahrt hat. Zu sehen sind historische Filmaufnahmen vom Ende des Ersten Weltkriegs sowie z.T. unveröffentlichte Fotografien aus der
Zeit des Abwehrkampfes und der Volksabstimmung, die aufwendig animiert
wurden. Um ein möglichst realistisches Bild dieser für Kärnten sehr bewegten Zeit zu zeigen, hat Regisseur Gernot Stadler in Spielszenen
auch die Miles-Kommission, die Arbeit der Landesagitationsleitung oder den gefährlichen Schmuggel des Propagandamaterials in Spielszenen nachgezeichnet.

Länge: 25 Min.
Kamera: Gerhard Lapan
Schnitt: Dominik Achatz
Musik: Manfred Plessl
Buch & Regie: Gernot Stadler
Produktion: ORF und Gernot Stadler Filmproduktion