• ritter_schmiede_01
  • ritter_schmiede_00
  • ritter_schmiede_01
  • ritter_schmiede_02
  • ritter_schmiede_03
  • ritter_schmiede_04
  • ritter_schmiede_05
  • ritter_schmiede_06
  • ritter_schmiede_08
  • ritter_schmiede_09
  • ritter_schmiede_stein

Wie wurde im Mittelalter eine Burg gebaut? Mit welchen Werkzeugen, welcher Technik?
Antworten auf diese spannenden Fragen findet man in Friesach in Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten.

Seit 2009 wird an der „Burg Siegfriedstein“ in Friesach gebaut. Vorbilder für das kühne Projekt gibt es in Kärnten zur Genüge. Gernot Stadler zeigt in seinem Film die imposantesten Burganlagen und macht mit aufwendigen Spielszenen das Leben im Mittelalter nachvollziehbar.

Die kühnen Felsenburgen, die im 12. und 13. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebten, sind über ihre bloße Wehr- und Verteidigungsfunktion hinaus zu Symbolen der ritterlich-feudalen Herrschaft geworden. Errichtet, bewohnt und verteidigt wurden sie im Auftrag der jeweiligen Landesherren, in Kärnten waren das neben dem Herzog auch der Erzbischof von Salzburg, der Bischof von Bamberg, oder die Grafen von Görz-Tirol.
Der Film bietet eine Kulturgeschichte der Burgen und Schlösser in Österreichs südlichstem Bundesland Kärnten, wobei besonders imposante Burganlagen exemplarisch in den Mittelpunkt gerückt werden. Dazu zählen die Burg Hochosterwitz, die sogar als Vorbild für einen Disney-Film gedient hat, die Burg Landskron bei Villach, die romantisch anmutende Burg Stein im Drautal oder die Ruinen der Kraiger Schlösser. Regisseur Gernot Stadler geht der Frage nach, welchen Zweck Burgen zu unterschiedlichen Zeiten erfüllten und er zeichnet den Wandel von der Wehranlage hin zum repräsentativen Adelssitz nach.

Friesach: Mittelalter zum Be- und Angreifen
In der Burgenstadt Friesach, dem bedeutendsten politischen Zentrum Kärntens im Mittelalter mit eigener Münze, lässt sich besonders gut darstellen, wie mächtige Burgen auch als weithin sichtbare Demonstration von Größe und Macht auf das Umland wirkten. Auf dem Stadtgebiet finden sich zwei Höhenburgen und ein Fürstenhof – praktisch in Sichtweite voneinander. Die Burgbaustelle Friesach gewährt zudem einzigartige Einblicke in mittelalterliche Bautechniken und mittelalterliches Handwerk.
Auf einem Berghügel südlich der mittelalterlichen Stadt Friesach wird eine Höhenburg mit dem Handwerkswissen aus längst vergangener Zeit gebaut. Im Zentrum des Interesses steht der Prozess des Bauens, ohne Zuhilfenahme moderner Gerätschaften. Nur durch tradiertes, handwerkliches Können der Beteiligten, unterstützt von kräftigen Noriker-Pferden, entsteht in einer Bauzeit von zirka 40 Jahren eine Burganlage mit zwei Türmen, Palas, Ringmauern und Kapelle.
Zu Wort kommen neben Historikern auch Karl Khevenhüller, Burgherr auf Hochosterwitz, oder Johannes Orsini-Rosenberg, in dessen Familienbesitz sich seit Jahrhunderten die Burg Stein im Drautal befindet. Die mittelalterliche Stadt Friesach und die Burg Hochosterwitz sind außerdem auch die Schauplätze aufwendiger Spielszenen, mit denen Regisseur Gernot Stadler das Leben im Mittelalter für den Zuseher nachvollziehbar macht. Ein ritterliches Turnier, eine fürstliche Tafel, der harte Alltag der Steinmetze, Schmiede und Zimmerleute auf einer Burgbaustelle oder der Besuch in einer mittelalterlichen Badestube zeichnen ein lebendiges und farbenprächtiges Bild dieser längst versunkenen Epoche.

Buch und Regie: Gernot Stadler
Kamera: Seppi Dabringer, Dieter Frank, Karim Shafik, Gernot Stadler,
Kameraassistenz & Ton: Björn Kölz
Schnitt: Gernot Stadler
Musik: Manfred Plessl
Produktionsleitung: Monika Orsini-Rosenberg
Produktionsleitung 3sat: Rosemarie Prasek
Redaktion 3sat: Ursula Schirlbauer
Gesamtleitung 3sat: Petra Gruber

Länge: ca. 53 Min.
Format: Dokumentation
Produktion: GS Film
Fernsehsender:
ORF/3sat
Förderer: Carinthia Film Commission/Land Kärnten