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Die Kreuzeckgruppe zählt zu den wenigen absolut unberührten und wilden Bergregionen Kärntens, die auch vom Massentourismus verschont geblieben ist. Anders, als im angrenzenden Nationalpark Hohe Tauern, trifft man in der Kreuzeckgruppe kaum Wanderer, schon gar nicht ganze Wandergruppen. Das liegt wohl an den großen Entfernungen zwischen den wenigen Schutzhütten oder den einzelnen Gipfeln, dessen höchster, der Polinik immerhin knapp 2.800 Meter misst. Für die Wanderung zum Kreuzeck benötigen gute Bergsteiger immerhin zehn Stunden.
Wer die mühsamen Touren durch die Kreuzeckgruppe dennoch auf sich nimmt, wird mit atemberaubenden Ausblicken in weite Gebirgslandschaften belohnt. In der kaum besiedelten und wegarmen Region dominieren Alm- und Forstwirtschaft und Hochjagd. Während in anderen heimischen Gebirgsregionen die alten Sennhütten längst verfallen oder nur mehr touristisch genutzt werden, trifft man in er Kreuzeckgruppe noch alte Viehhüter, die die Monate von Juni bis Oktober in ihren ärmlichen Unterkünften verbringen und die Rinder- und Schafherden hüten.
Die Einsamkeit gewohnt sind auch die Hüttenwirte. Es ist keinesfalls ungewöhnlich, dass sich oft tagelang keine Wanderer auf die Feldnerhütte, die Polinikhütte oder die Salzkofelhütte verirrt. Dafür wird man mit umso größerer Herzlichkeit und Gastfreundschaft aufgenommen. Ein Phänomen, das in touristisch erschlossenen Regionen ebenfalls selten geworden ist.
Der Film dokumentiert das Leben in der Kreuzeckgruppe durch die vier Jahreszeiten, folgt den Sennern und Viehhütern auf ihren einsamen Pfaden und begleitet im Herbst die Jäger, wenn sich im Hochgebirge auf die Pirsch gehen. Dokumentiert wird auch die Arbeit des Alpenvereins, der die weitläufigen Wanderwege in Schuss hält oder das Leben der Hüttenwirte, die nur am Beginn der Saison einmal mit dem Hubschrauber versorgt werden, Nachschub an Lebensmitteln aber zu Fuß aus dem Tal holen müssen. Das Team heftet sich aber auch auf die Fersen einer kleinen Gruppe von Bergsteigern, die den weiten Weg über die Kreuzeckeckgruppe von der Feldnerhütte ins Drautal auf sich nehmen, vorbei an zahlreichen Bergseen, die wie dunkle Augen in der schroffen Landschaft eingebettet liegen.