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Mehr als 170 Jahre nach der Eröffnung des ersten Streckenabschnittes auf österreichischem Boden hat die Eisenbahn nichts von ihrer Faszination verloren. Die Eisenbahn ist ein Erlebnis, eine Epoche und ein Phänomen, vor allem aber ist sie – Alltag.  Wenn sie ihre Vormachtstellung auch längst an das Automobil abgeben musste, zählt sie heute noch immer als wesentlicher Faktor für Mobilität. Jenseits des alltäglichen Gebrauchs ist das Thema Eisenbahn für Millionen Menschen auf der Welt Passion und Leidenschaft geworden. Unzählige Vereine und Museen  in Österreich und dem Rest der Welt widmen sich dem Erhalt von historischen Dampflokomotiven, Bahnbauten und der Geschichte der Eisenbahn. Nicht nur Eisenbahnnostalgiker stürmen die meist an den Wochenenden angebotenen Publikumsfahrten mit  liebevoll restaurierten Dampfrössern. Das Bestaunen von  kühnen bahntechnischen Kunstbauten und Streckenführungen ist längst ein Erlebnis für die ganze Familie geworden. Unvergleichlich größer und fundamentaler muss dieses Erlebnis wohl für die Menschen im Österreich der Donaumonarchie gewesen sein. Chronisten aus dieser Zeit verglichen das Aufkommen der Eisenbahn  mit der Entdeckung Amerikas oder dem Buchdruck.  Es waren die Eisenbahnen, die das weite Reich mit Leben erfüllten, die Menschen und Waren zirkulieren ließen und die Eroberung von Landschaften im touristischen Sinne ermöglichten. In einem Großraum, der heute von mehr als einem Dutzend souveräner Staaten belegt wird,  konnte sich der Reisende vor hundert Jahren ohne jegliche Einschränkung frei bewegen. Durch ihre grenzüberschreitende und völkerverbindende Funktion wurde die Eisenbahn auch zu einem Symbol für Freiheit und Einheit innerhalb der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Mit der Katastrophe des ersten Weltkrieges versank dieser einzigartige Staat, der “in so vielem ohne Anerkennung vorbildlich gewesen ist” (Robert Musil) für immer – Namen änderten sich und Grenzen wurden gezogen, die Nachbarn und Mitbürger von gestern wurden zu Fremden, zu Feinden und “Ausländern”. Zwei Kriege später lagen die meisten Länder der ehemaligen Donaumonarchie hinter dem Eisernen Vorhang verborgen und waren aus dem Bewusstsein der Westeuropäer  mehr oder weniger verschwunden. Im Rahmen der EU-Erweiterung sind manche der ehemaligen Kronländer der Monarchie wieder näher in unser Bewusstsein gerückt, andere noch in weiter Ferne verblieben. Und doch haben alle diese Länder eines gemeinsam. Wer in der alten Welt der Donaumonarchie das Unbekannte sucht, wird unweigerlich den Geistern des untergegangenen Vielvölkerstaates begegnen. Manchmal sind es nur noch verblassende Erinnerungen, die dieses ehemaligen Riesenreiches noch verbinden –  und ein Streckennetz aus Zeiten der Monarchie, das bis heute bedient wird. Die meisten der gezeigten TV-Formate zum Thema Eisenbahn richten sich an die zahlreichen Freunde der Eisenbahn – quasi von Fans für Fans – und genügen leider nicht immer den filmtechnischen Standards. Es ist uns daher ein Anliegen, die – so noch nie gezeigte – Geschichte der Eisenbahn in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie umfassend dar zu stellen und auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Neben heimischen Landschaften und Menschen wollen wir auch die Länder der ehemaligen Donaumonarchie aus Sicht der Eisenbahngeschichte in den Fokus zu rücken. Es ist dabei unser Anspruch, sich vom bisher Gezeigten abzuheben und neue Standards zu setzen.

Unterstützt wurde die Koproduktion von 3sat und Gernot Stadler Filmproduktion vom
österr. Film- und Fernsehfonds sowie von den Bundesländern Steiermark (CineStyria), Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Kärnten.

Bildschirmfoto 2014-07-31 um 19.45.12