Der dritte Teil der Erfolgsdokumentation „Auf den Schienen des Doppeladlers“ geht am 7. Dezember 2015 im Hauptabendprogramm in 3sat auf Sendung.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war von epochalen Veränderungen geprägt, auch für das große Vielvölkerreich in der Mitte Europas, das Kaisertum Österreich. Vor allem der Ausbau eines gigantischen Eisenbahnnetzes, das die entlegensten Gegenden der österreichischen Kronländer zwischen den Steppen Galiziens und den Küsten der Adria miteinander verband, sollte das Zusammenleben der Menschen für immer verändern.

Denn plötzlich zirkulierten Waren, Menschen und auch Ideen in atemberaubender Geschwindigkeit in einem Reich, das Heimat war für mehr als ein Duzend Völker. Und erstmals war es möglich, in nur wenigen Stunden von Wien nach Lemberg im Osten oder nach Süden in die alte österreichische Hafenstadt Triest fahren. Entfernungen, für deren Zurücklegung man vor dem Bau der Eisenbahn Tage und Wochen gebraucht hatte.

Im dritten Teil der Fernsehdokumentation „Auf den Schienen des Doppeladlers“ nehmen die beiden Regisseure Björn Kölz und Gernot Stadler den Zuseher mit auf eine Reise in die südwestlichen Kronländer des Habsburgerreiches. Mit der Kaiserin-Elisabeth-Bahn, der heutigen Westbahn, geht es nach Bad Ischl und ins Mühlviertel in Oberösterreich, von Innsbruck aus führt die Reise mit der Arlbergbahn nach Vorarlberg und mit der Brennerbahn nach Südtirol. Beleuchtet werden dabei die bautechnischen Meisterleistungen, die erbracht werden mußten, um die Alpen auf dem Weg nach Westen und Süden zu überwinden. Die Filmemacher verweilen aber auch in den einzelnen Regionen entlang der Reiseroute. In Ampflwang im oberösterreichschen Hausruckviertel lädt der Lokpark der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte zu einem Besuch ein, in Kärnten steht eine Ausfahrt mit einer historischen Dampflok des Vereins Nostalgiebahnen in Kärnten auf dem Programm. Ein Besuch bei einer Sennerei im Bregenzerwald oder bei einem Weinbauern in Südtirol sind weitere Stationen dieser filmischen Eisenbahnreise.

Auch im dritten Teil von „Auf den Schienen des Doppeladlers“ wird deutlich: es waren die Eisenbahnen, die das weite Reich mit Leben erfüllten, die Menschen und Waren zirkulieren ließen und die Eroberung von Landschaften im touristischen Sinne ermöglichten. In einem Großraum, der heute von mehr als einem Dutzend souveräner Staaten belegt wird,  konnte sich der Reisende vor hundert Jahren ohne jegliche Einschränkung frei bewegen. Durch ihre grenzüberschreitende und völkerverbindende Funktion wurde die Eisenbahn auch zu einem Symbol für Freiheit und Einheit innerhalb der Österreichisch-Ungarischen Monarchie.

Mit dem dritten Teil des „Doppeladlers“ wollen die beiden Regisseure an den großen Erfolg der ersten beiden Teile anknüpfen. Denn mit rund zwei Millionen Zusehern alleine im deutschen Sprachraum und Verkäufen nach Skandinavien und in zahlreiche Osteuropäische Länder zählen die ersten beiden Teile zu den erfolgreichsten Produktionen in der über 30-jährigen Geschichte des deutschsprachigen Kultursenders 3sat.

Unterstützt wurde die Produktion vom Österreichischen Fernsehfonds RTR, der Carinthia Film Commission, der Filmförderung BLS Südtirol, sowie den Ländern Oberösterreich und Vorarlberg.

 

Erstausstrahlung: Montag, 7. Dezember, 12 Uhr 15, 3sat
Am 8. Dezember werden alle drei Teile hintereinander auf 3sat wiederholt.

 

Länge: 52 Min.
Produktion: ORF/3sat, Gernot Stadler Weil ioch
Idee & Konzept: Björn Kölz
Buch & Regie: Björn Kölz, Gernot Stadler
Kamera: Gernot Stadler, Dieter Frank, Marco J. Rusch, Jonathan Rinn
Kameraassistenz & Ton: Björn Kölz

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Gernot Stadler Filmproduktion
film@gernotstadler.com
Tel.: 0664 4216246