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Die Dokumentationsreihe Auf den Schienen des Doppeladlers ist eine Reise entlang der historischen Bahnstrecken der ehemaligen Donaumonarchie und entführt den Zuseher zu den bedeutendsten Orten und in die entlegendsten Winkel des einstigen Habsburgerreiches, die durch die Eisenbahn verbunden waren und sind. Es waren die Eisenbahnen, die das weite Reich mit Leben erfüllten, Menschen und Waren zirkulieren ließen und so zum Florieren von Handel, Industrie und Fremdenverkehr entscheidend beitrugen.

Der vierte Teil der Dokumentations-Reihe befasst sich mit der bahntechnischen Erschließung des Alpenraums in der cisleithanischen Reichshälfte der Donaumonarchie. Im Jahre 1900 wurde in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie ein riesiges Alpenbahn-Bauprogramm gestartet – die Transalpina. In diesem letzten großen Projekt der alten Monarchie wurde gleichzeitig die Errichtung mehrerer Bahnstrecken in Angriff genommen: die Pyhrnbahn, die Tauernbahn, die Karawankenbahn, die Wocheinerbahn und die Karstbahn.

Das Bauprogramm “Neue Alpenbahnen” (Transalpina) sollte in erster Linie die Integration des Seehafens Triest ins österreichische Bahnnetz fördern und der neu errichtete “Franz Joseph-Hafen“ in der Bucht von Muggia sollte den erwarteten Güterstrom aufnehmen. Aber die staatliche Transalpina stellte neben der schon bestehenden privaten Südbahn eine auch aus militärischer Sicht wichtige Alternativroute der Monarchie zu ihrem Haupthafen Triest dar. Neben Pola war auch Triest ein wichtiger Marinestützpunkt der Donaumonarchie. Während einige der Strecken nicht ihrer Bedeutung gerecht werden konnten oder wie die Wocheinerbahn und die Karstbahn durch Veränderungen der geopolitischen Lage nach dem Ende der Monarchie teilweise gar zur Bedeutungslosigkeit degradiert wurden, entwickelte sich die Tauernbahn bis zu einer bedeutenden, prosperierenden Nord-Süd-Alpentransversale, die sie auch heute noch ist.

Buch und Regie: Björn Kölz und Gernot Stadler
Kamera: Gernot Stadler
Musik: Manfred Plessl
Produktionsleitung:
Monika Orsini-Rosenberg
Produktionsleitung 3sat: Rosemarie Prasek
Redaktion 3sat: Franziska Mayr-Keber
Gesamtleitung 3sat: Petra Gruber

Format: Dokumentation
Produktion: GS Film
Fernsehsender:
ORF/3sat